Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einverstanden

Gemeindefeuerwehr zieht Bilanz: 120 Einsätze und über 8.700 Arbeitsstunden (25.11.2015)

0
Es sei bis zum heutigen Tag eigentlich ein „ganz normales Feuerwehr-Jahr“ gewesen, berichtete Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck, als er am im Schulungsraum der Malmeneicher Feuerwehr die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Elz eröffnete. Bislang 120 Einsätze seien auf den ersten Blick ein gewaltiger Anstieg gegenüber den 59 Einsätzen des vergangenen Jahres, so der Gemeindebrandinspektor auch im Beisein von Bürgermeister Horst Kaiser und Landrat Manfred Michel (beide CDU). Zum Glück waren ein Großteil davon nur Bagatell-Einsätze mit geringem Aufwand.. Bei den Einsätzen konnten drei Menschen aus Notlagen gerettet werden, 16 weitere Verletzte wurden fachmännisch betreut, für zwei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät. Acht Mal war der Einsatz auf der Autobahn gefordert.
In der Summe kamen die Wehren auf 1.733 Einsatzstunden.
Die Gerätewarte der verschiedensten Fachbereiche haben  insgesamt 846 Arbeitsstunden aufgewendet.
Die Betreuer der Jugendfeuerwehren, Pascal Schulz und Ignaz Schrankel, wendeten mit ihrem Team 1262 Stunden auf, um 27 Kinder und Jugendliche aus Elz und vier aus Malmeneich zu betreuen.
Um den Kindern eine attraktive Jugendarbeit angedeihen zu lassen, werden die montäglichen Jugendfeuerwehrübungen mit beiden Ortsteilen gemeinsam veranstaltet.
Auch das Team der Brandschutzerziehung um Roberto Ingiulla war bei 16 Schulungs-Terminen in Betrieben, Kindergärten und Schulen aktiv. Sie schulten dabei 378 Menschen in Sachen Brandschutz mit insgesamt 353 Schulungsstunden.
Gleich am Jahresanfang wurden von der Gemeinde zwei neue Hydraulik-Aggregate für die Unfall-Rettungstechnik gekauft. Eine neue, extrem  leistungsstarke Rettungsschere sowie neue Gasmess-Technik kamen später in Elz aus Spenden und Fördervereinsmitteln hinzu. Ebenso der neue Überdrucklüfter der Wehr Malmeneich, der vom dortigen Feuerwehrverein gekauft wurde.
Die Neubeschaffung von zeitgemäßer und normgerechter Schutzkleidung war erneut ein wichtiges Anliegen und konnte im laufenden Jahr abgeschlossen werden.
Somit gehe das „größte Kapital“, das Einsatzpersonal, deutlich besser geschützt in den Einsatz.
Die für dieses Jahr eingeplante Ersatzbeschaffung eines Mannschaftstransportwagens aus Beständen der Hessischen Polizei konnte mangels eines geeigneten Angebots nicht umgesetzt werden. Ganz aktuell habe man die Mitteilung erhalten, dass von dort auch im kommenden Jahr kein Fahrzeug bereitgestellt werden kann.
Man suche nun  eine andere Lösung, so von Schenck weiter.
Das Jahr 2016 steht ganz besonders im Zeichen der Malmeneicher Feuerwehr. Wenn die Gemeindevertretung dem vorgeschlagenen Feuerwehr-Investitionshaushalt  zustimmt, kommt voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2016 das neue Einsatzfahrzeug TSF-W. Dahinter verbirgt sich ein 7,5-Tonner –Fahrgestell mit 1000-Liter-Löschwassertank. Davon versprechen sich die Floriansjünger nicht nur eine erhebliche Aufwertung und Motivationsförderung bei der Feuerwehr in Malmeneich, sondern auch eine Stärkung der Schlagkraft der Gesamt-Feuerwehr.
Auch für die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeugs bei der Elzer Wehr sei eine Lösung in Sicht: Ein TLF 4000 mit einem großen Lichtmast und einem maßgeschneiderter Aufbau für die Feuerwehr Elz.
Dafür wird dann das bereits 30 Jahre alte Flutlichtmast-Fahrzeug in den verdienten Ruhestand geschickt. Somit kann auf die eigentlich für das nächste Jahr geplante Anschaffung eines neuen Fahrgestells für das Flutlichtmast-Fahrzeug dann komplett verzichtet werden.
Der Personalbestand der Elzer Wehren kann sich sehen lassen: Aktuell versehen im Ortsteil Elz 50 Männer und Frauen Einsatzdienst, im Ortsteil Malmeneich sind es 13. Drei ausgeschiedene Aktive im Ortsteil Elz konnten durch eine Übernahme aus der Jugendfeuerwehr sowie den Eintritt von zwei neuen Aktiven, einer davon erfreulicherweise bereits fertig ausgebildet, kompensiert werden.
Auch drei junge Männer aus der Jugendfeuerwehr wurden im Rahmen der Versammlung in die  Elzer Einsatzabteilung übernommen.
Insgesamt wurden 2.482 Übungsstunden geleistet: 2.378 Stunden bei 42 Übungen im Ortsteil Elz, 104 Stunden bei 26 Übungen im Ortsteil Malmeneich.  Insgesamt wurden im laufenden Jahr 61 Lehrgänge und Seminare besucht, das sind weitere 980 Ausbildungsstunden.
Fleißig waren auch die 22 Elzer Helfer des Katastrophenschutz-Löschzuges, die von zwölf Kameraden aus Niederzeuzheim unterstützt werden. Bei ihren Übungen kamen 478 Ausbildungsstunden zusammen.
Insgesamt, so der Gemeindebrandinspektor, hat die Feuerwehr der Gemeinde Elz  8.712 unentgeltliche Arbeitsstunden für die Sicherstellung des Brandschutzes und einer schnellen Hilfeleistung in unserer Gemeinde  geleistet.
Der Gemeindebrandinspektor hob die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit der Wehren mit den Vertretern der Elzer Kommunalpolitik hervor. Dies sei keinesfalls überall selbstverständlich.
Die unglaublich hohe Zahl der Feuerwehreinsätze zu leisten, sei vorbildlich, betonte Landrat Manfred Michel (CDU): „Die Feuerwehren sind etwas ganz Besonderes, was das Ehrenamt in Deutschland angeht. Und da gilt es Danke zu sagen für das, was sie leisten.“ Das sei keine Selbstverständlichkeit. Auch nicht das, was hinsichtlich der vorbildlichen Jugendarbeit geleistet wird: „Das muss noch mehr in die Köpfe der Bevölkerung.“
Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Elzer Feuerwehren keine Nachwuchssorgen haben, aber auch auf die Erfahrung der älteren Floriansjünger zurückgreifen kann: „Das zeigt, wie attraktiv und beständig die Elzer Feuerwehr ist.“
Positiv hob der Rathauschef hervor, dass beim Bauhof inzwischen drei Mitarbeiter beschäftigt sind, die aktive Feuerwehrleute sind. Damit, so Kaiser, „helfen wir, die Tageseinsatzstärke sicherzustellen“. Auch bei künftigen Einstellungen wolle man darauf achten, dass aktive Feuerwehrleute berücksichtigt werden.
Neu in die Einsatzabteilung aufgenommen wurden bei der Elzer Wehr Niklas Martin, Elias Schäfer und Tim Simon.
Auch einige Beförderungen standen an: Zum Feuerwehrmann befördert wurden Oliver Krah, Maurice Schulz, Gianluca Zelba, zum Oberfeuerwehrmann Joschka Erdkamp und Nicole Herborn (alle aus Elz). Hauptfeuerwehrmann sind nun Lars von Brasche Baloun und Pascal Schulz, Oberlöschmeister sind Bernd Foitzik und Michael Seel,  sowie Hauptlöschmeister Dominik Hunsänger.
Anerkennungs-Prämien des Landes Hessen wurden für zehn aktive Dienstjahre an Dominik Hunsänger vergeben, für 20 Jahre an Alexander Kunz und Peter Rath, für 30 Jahre an Bernd Foitzik, Dieter Geberzahn, Andreas Hilpisch und Manfred Schermuly.
Jetzt teilen: