Ein sehr schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, 03. Juni, auf der A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt.
Ein Wohnmobil war mit großer Wucht auf einen Sattelzug aufgeprallt. In dem Wohnmobil reiste eine Familie mit zwei Kindern. Um 13:23 Uhr wurde der Rüstzug der Feuerwehr Elz alarmiert. Den nach wenigen Minuten eintreffenden Feuerwehrleuten bot sich ein Bild der Verwüstung. Durch den Aufprall klebte das völlig verformte Fahrerhaus des Wohnmobils förmlich am Heck des Lkw. Alle Insassen trugen schwere Verletzungen davon. Der Fahrer war zudem schwerst eingeklemmt. Aufgrund der schwere des Unfalls und der Gewissheit, dass mehrere hydraulische Rettungssätze zum Einsatz kommen müssen, wurde unverzüglich die Feuerwehr-Alarmstufe erhöht und der Rüstzug der Feuerwehr Limburg hinzu alarmiert. Zudem wurde ein so genannter MANV 5-Alarm für den Rettungsdienst ausgelöst. Zusätzlich wurden zwei Rettungshubschrauber in Marsch gesetzt.
Die Feuerwehr zog zunächst das Wohnmobil vom Heck des Lkw mit der Seilwinde des Rüstwagens ab, um überhaupt Platz zum Arbeiten an den Patienten zu bekommen. Anschließend wurde der Fahrer mit einer technisch aufwändigen „Sofort-Rettung“ aus der extremen Einklemmung befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Leider führten seine schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle zum Tod.
Die beiden Kinder wurden mit den Rettungshubschraubern, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen, in Kliniken der Maximalversorgung transportiert. Zuletzt konnte die Mutter aus dem Unfallfahrzeug gerettet werden, die unmittelbar hinter dem Fahrer und den Kindern saß. Sie wurde per Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Während der Rettungsmaßnahmen war die Autobahn in Fahrtrichtung Frankfurt voll gesperrt, was zu einem 28 Kilometer langen Stau bis zum Dernbacher Dreieck führte. In der Gegenrichtung bildete sich durch Gaffer ebenfalls ein Kilometerlanger Stau, obwohl die Feuerwehr Sichtschutzwände aufgestellt hatte.


