Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter den 62 Aktiven der Elzer Feuerwehr: sie rückten 2025 zu insgesamt 115 Einsätzen aus.
Bei den Einsätzen konnten 13 Menschen aus Notlagen gerettet werden, für drei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät, berichtete Wehrführer Hilmar von Schenck bei der Jahreshauptversammlung im Nassauer Hof.
Insgesamt waren 37 Brandeinsätze zu bewältigen, die Bandbreite erstreckte sich vom Brand von Hecken, über Fahrzeugbrände bis hin zu Brandeinsätzen in Wohngebäuden und Gewerbebetrieben.
Die meisten Brände konnten auf ihren Entstehungsherd begrenzt und somit großer Sachschaden verhindert werden. Mehrere Brandeinsätze waren jedoch, so der Wehrführer, hoch dynamisch und erforderten einen massiven Personal- und Technik-Einsatz, um ein Übergreifen auf benachbarte Häuser zu verhindern.
Bei den 78 Hilfeleistungs-Einsätzen reichte das Spektrum von der Notfall-Türöffnung bis hin zu schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Menschen. Ebenso waren auch Einsätze mit Austritt von Gefahrstoffen im Einsatzspektrum.
Bei den Einsätzen der technischen Hilfe konnten die Verletzten bzw. Eingeschlossenen stets zügig aus ihren zum Teil komplizierten Zwangslagen befreit und somit schnell einer qualifizierten Behandlung zugeführt werden.
Insgesamt wurden 2.539 Einsatzstunden gezählt.
Drei Feuerwehrleute verletzten sich im Dienst leicht.
42 Übungen am Standort wurden von den Ausbildern durchgeführt. Den besten Übungsbesuch hatten Gunther Heinritz und Gianluca Zelba mit je 98-prozentigem Übungsbesuch vorzuweisen.
Der Wehrführer freute sich besonders, dass im vergangenen Jahr 13 neue Mitglieder -zumeist Quereinsteiger- den Weg in die Einsatzabteilung beschritten haben.
Die Elzer Einsatzkräfte besuchten 24 Lehrgänge und Seminare auf Standort-, Kreis- und Landesebene. Insgesamt summieren sich die Übungs- und Ausbildungsstunden auf 4.121 Stunden.
Der Arbeitskreis Brandschutzaufklärung war ebenfalls sehr aktiv, um bei Schulungen in Betrieben, Kindergärten und Schulen Wissen zu vermitteln.
Neben der neu gegründeten Kinderfeuerwehr, in der aktuell 16 Kinder versammelt sind, hat auch die Jugendfeuerwehr, die derzeit 18 Jungen und Mädchen umfasst, sehr erfolgreich gearbeitet. 2.850 Stunden an Jugendarbeit und feuerwehrtechnischer Ausbildung schlugen in diesen Nachwuchsbereichen zu Buche.
Die Gerätewarte, die sich um die Instandhaltung der Fahrzeuge und Ausrüstungen kümmern, haben mit ihren Helfern insgesamt 1.316 Arbeitsstunden in ihrer Freizeit geleistet.
Insgesamt, so Wehrführer von Schenck in seinem Jahresbericht, haben die Mitglieder der Elzer Einsatzabteilung in ihrer Freizeit ehrenamtlich über 12.150 dokumentierte unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet.
Ausdrücklich dankte der Wehrführer den Frauen, Partnern und Familien der Einsatzkräfte. Ohne deren Rückhalt und Verzicht sei der aktive Dienst in der Feuerwehr schlichtweg unmöglich.
Auch im vergangenen Jahr hat die Gemeinde für die technische Ausrüstung der Feuerwehr erneut viel Geld in die Hand genommen, um ihren Bürgern Brandschutz und Sicherheit auf dem aktuellen Stand der Technik zu erhalten.
Die zweite Fahrzeughalle mit fünf Fahrzeug-Stellplätzen und einem Einsatzlager wurde fertiggestellt. Ebenso wurde eine Brandmeldeanlage eingebaut.
Aktuell ist der zweite Bauabschnitt mit der Erweiterung der Herren-Umkleideräume und der Atemschutzwerkstatt in der Umsetzung.
Wehrführer Hilmar von Schenck bedankte sich bei den gemeindlichen Gremien für die „erfreulich geräuschlose“ und zeitnahe Bereitstellung der nötigen Finanzmittel.
Der Förderverein der Feuerwehr hat sich finanziell unter anderem an der verbesserten Sicherheits-Ausstattung der Aktiven mit einem fünfstelligen Betrag beteiligt.
Fördervereins-Vorsitzender Heinz Kunz bedankte sich bei den großzügigen Spendern, ebenso wie bei den Besuchern des Wutzkopp-Festivals und des Haus- und Huppfestes, die solche Ausgaben erst ermöglichen.
Gleichzeitig konnte er langjährige Mitglieder auszeichnen: Dieter Geberzahn und Michael Gläser sind seit 25 Jahren Unterstützer des Vereins, Heinrich Kolb, Undine Krämer, Michael Mais sowie Birgit und Manfred Schermuly seit 40 Jahren Fördermitglieder.
Heinz Kunz erhielt eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 50jährige Aktivitäten für die Feuerwehr, Dieter Geberzahn für 40 Jahre Feuerwehr-Engagement und Dominik Hunsänger für 20 Jahre im Dienst der guten Sache.
v.l.n.r.: Vereinsvorsitzender Heinz Kunz, Dieter Geberzahn, Dominik Hunsänger
Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen des Fördervereins wurde Kassenwart Norbert Eufinger in seinem Amt bestätigt. Ebenso Gunther Heinritz als Gerätewart.
Bürgermeister Matthias Schmidt, bedankte sich für die beachtlichen Leistungen der Ehrenamtler. Die Gemeinde unterstütze den Kurs der optimalen Ausstattung ihrer Feuerwehr, da sich das nicht nur als motivationssteigernd für die gesamte Mannschaft bewährt hat, sondern auch in besonderem Maße zum Einsatzerfolg beiträgt und damit allen Bürgern nützt.
Das nachstehende Bild zeigt die geehrten langjährigen Fördermitglieder.

v.l.n.r.: Vereinsvorsitzender Heinz Kunz, Michael Gläser, Manfred und Birgit Schermuly, Undine Krämer, Dieter Geberzahn, Heinrich Kolb, Michael Mais.


