Ein kurzer Sturm in Orkanstärke tobte am Mittwochabend, 19. August, gegen 20:30
Uhr mit zahlreichen Windhosen und vermutlich auch einem Tornado durch den
unteren Westerwald.
Während die Gemeinde Elz glimpflich davon kam, gingen in der Nachbar-
Verbandsgemeinde Wallmerod nicht nur die Lichter aus.
Für die Elzer Feuerwehr kam um 20:34 Uhr zeitgleich zur Meldung eines
umgestürzten Baumes auf der Fahrbahn der Straße zwischen Malmeneich und
Obererbach die Alarmierung zu einem Pkw-Brand auf der Autobahn in Fahrtrichtung
Köln.
Auf der Rückfahrt von diesem Einsatz wurde am Elzer Berg in Fahrtrichtung
Frankfurt gleich noch ein umgestürzter Baum entfernt.
Anschließend wurde der Rüstwagen zu einem Alleinunfall eines Pkw auf die Straße
Richtung Obererbach entsandt. Mit der Seilwinde konnte das Fahrzeug, das sich
durch ein Wendemanöver aufgrund des Einsatzes der Feuerwehr Malmeneich am
umgestürzten Baum in eine ausweglose Situation gefahren hatte, unbeschädigt
geborgen werden und anschließend seine Fahrt fortsetzen.
Noch an dieser Einsatzstelle erreichte den Leiter der Feuerwehr die
Unterstützungsanforderung aus der Verbandsgemeinde Wallmerod, die sehr schwer
von dem Orkan getroffen wurde.
Nicht nur Bäume waren umgeworfen, sondern Dächer abgedeckt, Schornsteine vom
Dach geweht oder in bedrohliche Schieflage geraten. Zu allem Überfluss gab es
auch noch einen großflächigen Stromausfall in der Ortslage Wallmerod, der auch
einen partiellen Zusammenbruch der Telekommunikation inklusive der Feuerwehr-
Einsatzzentrale der Verbandsgemeinde zur Folge hatte.
Somit war großes Improvisationstalent der dortigen Einsatzleitung im Feuerwehrhaus
Wallmerod gefragt. Zahlreiche kleinere Orte waren von der Außenwelt faktisch
abgeschnitten. Das gute Zusammenspiel aller eingesetzten Ortsteilfeuerwehren
führte aber relativ bald zu einem guten Überblick der Großschadenslage.
Die Elzer Drehleiter war -unterstützt vom Rüstwagen- an mehreren Einsatzstellen in
Wallmerod unterwegs, um akute Gefahrenlagen zu beseitigen bzw. aus dem
Drehleiterkorb heraus zu beurteilen.
Den aufwändigsten Part des Einsatzes stellte für die zahlreichen Feuerwehrkräfte
samt dem Elzer Rüstwagen sicherlich die Wiederherstellung der Erreichbarkeit der
Ortslage Berod von Wallmerod aus dar.
Der dortige Wald wurde von einer Windhose heftig getroffen und zahlreiche dicke
Buchen lagen meterhoch kreuz und quer über die Straße. Ziel war es, die Straße so
freizumachen, dass ggfs. Rettungswagen und Feuerwehr im Notfall wieder passieren
können.
Zudem waren in diesem Streckenabschnitt Fahrzeuge von umgestürzten Bäumen
eingeschlossen.
Hierzu wurde seitens der Elzer Feuerwehr der Forstwirtschaftsmeister der Gemeinde
Elz, Daniel Mörsdorf, samt Forstschlepper nachalarmiert, der mit dem schweren
Gerät letztlich erst den Einsatzerfolg ermöglichte.
Die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Feuerwehren aus dem
Verbandsgemeindebereich war aus Elzer Sicht -wieder einmal- hervorragend.
Gegen 5 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr Elz beendet.
Heute werden noch umfangreiche Reinigungsarbeiten an Fahrzeugen und Geräten
erfolgen.


