Länderübergreifende Großübung in Malmeneich

Vier Feuerwehren aus zwei Bundesländern, 62 Feuerwehrleute und 10 Einsatzfahrzeuge bildeten am 5. Juli den Rahmen für die größte Feuerwehr-Einsatzübung, die je in Malmeneich stattgefunden hat.
Regulär üben die beiden Elzer Feuerwehreinheiten jeden ersten Mittwoch im Monat zusammen, wobei die Monatsübung im Juli traditionell immer in Malmeneich stattfindet.
In diesem Jahr hatte der Mallmeneicher Wehrführer Heiko Metz den Kreis der teilnehmenden Wehren auf die Nachbarfeuerwehren Hundsangen und Obererbach ausgeweitet und ein deutlich größeres Übungsszenario als sonst entworfen.
Als Übungslage war ein Pkw-Unfall mit Folgebrand am Malmeneicher Bürgerhaus angenommen worden, der sechs Personen durch Rauch und Flammen im Gebäude die Fluchtmöglichkeiten verwehrte. Diese Personen mussten unter Einsatz von Atemschutzgeräten gefunden und gerettet werden, zeitgleich sollte die Brandbekämpfung erfolgen.
Um der Übung eine realitätsnahe Entwicklungsmöglichkeit zu geben, rückten die teilnehmenden Einheiten zeitversetzt an. Zuletzt griff ein kompletter Löschzug der Feuerwehr Elz ins Geschehen ein. Infolge dessen konnten zwei Einsatzabschnitte gebildet werden, die von den jeweiligen Einheiten selbständig abzuarbeiten waren.
Nach knapp einer Stunde waren alle Übungsaufgaben gelöst und die Fahrzeuge konnten wieder einsatzbereit gemacht werden.
Da der warme Sommerabend geradezu dazu einlud, fand die Übungsnachbesprechung bei „Worscht und Weck“ auf dem großen Balkon der Elzer Feuerwache statt.
Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck dankte allen Wehrleuten für ihren engagierten Einsatz trotz der hohen Außentemperaturen.
Obwohl vorab keinerlei Details bekannt waren oder Absprachen erfolgten, lief der Einsatz aller Wehren –die in dieser Form noch nie zusammen geübt hatten- glatt und erfolgreich.
„Feuerwehrleute sprechen eben eine Sprache, auch wenn das länderübergreifend mit dem Digitalfunk leider nur sehr eingeschränkt möglich ist“, stellte der Gemeindebrandinspektor fest.
Nachbarschaftliche Unterstützung dürfe keine Einbahnstraße sein, weshalb man die kameradschaftliche Verbindung zu den rheinland-pfälzischen Nachbarwehren der Verbandsgemeinde Wallmerod -auch jenseits aller Alarmpläne- schätze und diese auch künftig pflegen werde.