Kettenrettungs-Technik für schwere Verkehrsunfälle geschult

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Schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen gehören schon lange zu den Standardeinsätzen der Feuerwehr Elz. Jeder Unfall und somit auch jede Einklemmungssituation ist dabei jedoch anders.
In der Regel muss der Einsatzleiter daher neben seinem „Standard-Plan“ auch einen „Plan B“ oder gar einen „Plan C“ entwickeln, um den/die Patienten zeitnah retten zu können.
Seit Mitte November ist die Feuerwehr Elz mit einem so genannten Kettenrettungs-Satz ausgerüstet, der -von seinen skandinavischen Ursprüngen her- auch „Oslo-Methode“ genannt wird.
In Skandinavien sind die Feuerwehr-Standorte bei weitem nicht so engmaschig im Land verteilt, wie bei uns. Daraus resultieren deutlich längere Anfahrts- und Eingriffszeiten der Feuerwehr bei schweren Verkehrsunfällen.
Deshalb finden dort Unfalleinsätze regelmäßig im zeitkritischen Bereich statt, bei dem dann anstatt der „schonenden Rettungstaktik“ die „Sofortrettungstaktik“ angewendet werden muss, um wichtige Überlebenszeit für den Patienten wieder herauszuholen.
Hierbei punktet die Kettenrettungsmethode entscheidend, da sie schnell und einfach einzusetzen ist.
Sie ist allerdings nicht ganz so schonend, wie der sonst in Standardsituationen
(= bei Kreislaufstabilität des/der Patienten) übliche ausschließliche Einsatz der Rettungs-Hydraulik.
Deshalb ist die Kettenrettung in Elz vor allem als „Plan B“ oder gar „Plan C“ bei besonderen Einklemmungssituationen, vor allem aber bei Sofort-Rettungen (= bei lebensbedrohlichen Zuständen des/der Patienten) vorgesehen.
Anlässlich der letzten Übung im November führte der Lieferant dieser Rettungstechnik im Hof der Feuerwache eine Praxis-Einweisung für die Elzer Einsatzkräfte ab, an der neben den Elzer Aktiven auch zahlreiche interessierte Zuschauer befreundeter Feuerwehren aus der Nachbarschaft teilnahmen.
Anhand eines mit einem Bagger gestauchten Pkw wurde der Einsatz dieser Technik im Rahmen einer Verkehrsunfall-Übung (zunächst nach Seitenaufprall, danach bei Frontalaufprall) den Anwesenden nähergebracht und eindrucksvoll die schnelle Wirksamkeit dieser Methode unter Beweis gestellt.
Der Kettenrettungssatz ist inzwischen einsatzbereit auf dem Elzer Rüstwagen verlastet, wobei die Elzer Wehrleute hoffen, die neue Technik nur selten zum Einsatz bringen zu müssen. Dennoch ist es für die Aktiven ein gutes Gefühl, standardmäßig auch den Plan B oder C bereits „im Gepäck“ dabei zu haben, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. (HvS)

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