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Grundsatz: Ruhe bewahren und schnell, aber überlegt handeln.
Ruhiges und besonnenes Handeln kann Menschleben retten.
Angst ist ansteckend
!
Angst und Panik führt zu Fehlhandlungen
und somit zur Gefährdung von Menschenleben. ( In den meisten Fällen,
in denen die Feuerwehr Menschen mittels Drehleitern und Fluchthauben
aus ihren Wohnungen "retten" muß, liegen solche Fehlreaktionen
vor.)
1.
Wichtigste Erstmaßnahmen im Brandfall:
- Türen und Fenster schließen ! Geschlossene
Türen und Fenster können Leben retten, denn die Ausbreitung
des Brandrauches (Rauchmelder) kann so verhindert werden.
- Nicht versuchen bereits verqualmte Rettungswege zu
passieren! Nicht durch einen verqualmten Treppenraum nach unten
auf die Straßen (Gefahr der Rauchvergiftung).
- In der Wohnung bleiben! Türen geschlossen halten
! Notfalls noch zusätzlich mit feuchten Tüchern o.ä.
abdichten.
- Zu einem Fenster oder Balkon gehen und sich dort
bemerkbar machen ! Die Feuerwehr rettet Sie dann.
- Niemals aus dem Fenster springen ! Es sei denn, die
Feuerwehr hat ein Sprungpolster aufgebaut und fordert einen Menschen
auf ins Sprungpolster zu springen.
- Befindet man ich in einem verqualmten Raum, so muß
man tief auf den Boden hinunter. Hier befinden sich meist noch atembare
Luft und erträgliche Temperaturen.
- Ein nasses Tuch vor Mund und Nase ist vorübergehend
ein behelfsmäßiger Schutz. Im Brandrauch enthaltene wasserlösliche
Stoffe werden so im feuchten Tuch gebunden und die Schleimhäute
werden nicht ganz so stark gereizt - aber fehlender Sauerstoff damit
nicht ersetzt.
- Zur besseren Orientierung an der Wand entlang tasten.
So findet man leichter eine rettende Tür.
- Nach verlassen eines verqualmten Raumes Türen
sofort schließen. Man verhindert so die Rauchausbreitung, sichert
den Rettungsweg auch für andere und verlangsamt die Brandausbreitung.
- Niemals einen Aufzug benutzen! Aufzüge können
zu Todesfallen werden. Sie können stecken bleiben oder in verqualmten
Bereichen anhalten, was zu Folge hat, daß die Türen nicht
mehr schließen, da durch den Rauch die Lichtschranken blockiert
sind.
2. Feuermeldung - Notruf absetzen
Ohne
Rücksicht auf den Umfang des Brandes unverzüglich die Feuerwehr 112 anrufen !
Beim Anruf ruhig und deutlich sprechen.
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Wer
meldet sich ?
Melden Sie sich mit Name
und Aufenthaltsort, evtl. Telefonnummer angeben.
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Was ist
passiert ?
Schildern Sie was passiert ist, was brennt, wer
ist wo verletzt oder braucht Hilfe.
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Wo
ist es Passiert ?
Geben Sie Straße und Hausnummer
an, ggf. besondere Örtlichkeiten wie: Etagen- oder Appartment-Nr.,
evtl. Hinterhöfe, Keller etc. Gibt es besondere Zufahrten?
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Wieviele
verletzte Personen ?
Geben Sie die Anzahl der verletzten/erkrankten
Personen an. Versuchen Sie die Verletzung/Erkrankung zu beschreiben.
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Warten
Sie auf Rückfragen der Leitstelle !
Warten Sie, ob die Leitstelle Rückfragen
hat oder bis diese das Gespräch beendet.
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Die
Feuerwehr einweisen !
Warten Sie das Eintreffen der Feuerwehr
und Rettungsdienste ab und weisen Sie die anrückenden Kräfte
an der Einsatzstelle ein.
Nach Möglichkeit sollen alle Hausbewohner
alarmiert und gewarnt werden - zuerst natürlich die, die direkt
vom Brand betroffen sind. Verletzten oder gehbehinderten Hausbewohnern
beim Verlassen des Gebäudes helfen. Nicht durch verqualmte Treppenräume
das Haus verlassen. Keine Aufzüge benutzen.
Wenn die Möglichkeit besteht, kann
jeder auch selbst eine Brandbekämpfung einleiten, denn in der Entstehungsphase
eines Brandes reicht zum Löschen der Inhalt eines Wasserglases
aus, nach einer Minute benötigt man schon einen Eimer voll Wasser,
und wenn die Feuerwehr nach 6-7 minuten eintrifft, reichen oft ein-
bis zweihundert Liter nicht aus.
Brandbekämpfung aber nur durchführen,
wenn das eigene Leben nicht gefährdet wird. Dabei Vorsicht beim
öffnen von Türen ! Es besteht die Gefahr der Stichflammenbildung
(flash-over) . In gebückter Haltung vorgehen. Den Rückzugweg
freihalten. Wird ein Löschversuch abgebrochen, sofort wieder die
Tür des Brandraumes schließen.
5. Einweisung der Feuerwehr
Wenn das Haus verlassen wurde, bitte
die Feuerwehr an der Straße erwarten und einweisen. Unter Umständen
wird so wertvolle Zeit zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung
gewonnen.
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